Soma Saga



Soma Saga 


Soma ist eine relativ kleine us-amerikanische Rahmenbaufirma in Californien. Der Rahmen besteht aus hochwertigen japanischen Stahlrohren. Ich habe ihn im Winter preiswert bei sella-berolinum erstanden und selbst zum Fahrrad aufgebaut. Vor allem die Farbe "British Racing Green" hat es mir angetan. Außerdem bietet der Rahmen viele Detail-Ausstattungen, die ihn für ein Reiserad prädestinieren, u.a. die Schraubenlöcher für einen dritten Flaschenhalter am Unterrohr oder der Ersatzspeichenhalter an der linken Hinterradstrebe. Ich habe mich für einen Randonneur-Lenker und für Unterrohrschalthebel entschieden. Die Vorteile: Bei Gegenwind erlaubt der Lenker eine relativ tiefe Rennhaltung, so dass man dem Wind weniger Angriffsfläche bietet. Und Schalthebel am Unterrohr gehen nicht kaputt und sind weniger exponiert als Lenkerendhebel - vor allem wenn man das Rad mal in einen Bus oder in ein Flugzeug verladen muss. Leicht ist das Soma allerdings nicht: Mit allen Anbauteilen (zwei Gepäckträgern, zwei Flaschenhaltern, zwei Schlössern, einer Satteltasche) wiegt es 17,4 Kilogramm.


Leichte Übersetzung - Die Knie danken!

Damit es leichter bergauf geht und ich meine Knie ein wenig entlaste, hat das  Soma eine echte Reiserad-Übersetzung verpasst bekommen: Im kleinsten Gang hat es eine Untersetzung von 1 : 0,8! Das heißt: Bei einer Pedalumdrehung komme ich ca. 1,60 Meter vorwärts. Das ist wirklich sehr leicht. Zum Vergleich: Ein Amateur legt mit seinem Rennrad im kleinsten Gang (bei 39 zu 23 Zähnen) rund 3,56 Meter zurück.


Zwei kleine Kritikpunkte!

Allerdings hat das Soma auch zwei Nachteile: Der Radstand ist sehr kurz und das Tretlager ziemlich tief! Ein kurzer Radstand macht das Rad sehr wendig. Das ist gut. Der Nachteil: Beim Abbiegen oder bei langsamen engen Kurven ist mein Schuh dem Vorderrad im Weg. Das nervt! Man muss die Pedalen also bewußt  auf sechs bzw. zwölf Uhr stellen, wenn man den Lenker einschlägt. Durch das tiefe Tretlager setzt bei schnellen Kurven das innere Pedal auf dem Aspahlt auf, wenn man es nicht auf 12 Uhr hochstellt. Muss man auch erstmal dran denken!

Technische Details

Hier noch ein paar Technik-Details für die Leute, die es genau wissen wollen: Das Vorderrad ist mit einem SON-Nabendynamo versehen. Er versorgt nicht nur die Lampe mit Strom, sondern lädt zusammen mit dem genialen Busch&Müller E-Werk mein gesamtes elektronisches Equipment, unter anderem das Navi, den genialen Garmin Oregon 600. Für den Vortrieb sorgt eine 9x3-Kettenschaltung: Vorne sind drei Kettenblätter mit 26, 36 und 46 Zähnen montiert, hinten ein Mountainbike-Ritzelpaket mit 32-12 Zähnen. Damit kommt man eigentlich überall hoch! Die Laufräder sind auf extrem stabilen Rigida Sputnik-Felgen mit jeweils 36 dreifach konifizierten Speichen aufgebaut. Für den Gepäcktransport wurden zwei Thule-Träger (Ergo hinten, Tara vorne) montiert. Das Gepäck ist in Ortlieb-Backrollers (hinten) und Vaude-Lowrider-Taschen (vorne) verstaut.

Hier geht's zur Fotogalerie mit Detail-Fotos meines Somas.

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